Auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung - Finanzielle Unterstützung für Unternehmen nach der Krise

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Nachrichten - 26 November 2020

Die Corona-Pandemie hat immense Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen. Der große Lockdown im Frühjahr hat die deutsche Wirtschaft bereits hart getroffen, doch die aktuellen November- und Dezember-Maßnahmen stellen viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Nur dank umfangreicher Staatshilfen und Unterstützungsprogramme konnte vielen Unternehmen das Überleben gesichert werden. „Doch die wirklich schwierigen Zeiten stehen uns noch bevor“, so die Einschätzung von Michael Thomas, Head of Risk bei ABN AMRO Asset Based Finance Deutschland. „Um diese schwierigen Zeiten zu überstehen, müssen Unternehmen sich neu positionieren: Wichtig ist dabei vor allem eine realistische Einschätzung der aktuellen Unternehmenssituation und eine Unternehmensstrategie, die alle Unsicherheiten mit einbezieht. Gerade in Krisenzeiten sollten Sie auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem verlässlichen Partner setzen, der Ihnen auch in schwierigen Zeiten zur Seite steht.“

Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie und der anschließende landesweite Lockdown haben den Unternehmen in ganz Deutschland einen verheerenden Schlag versetzt. Strikte Restriktionen im operativen Geschäft, bei Handel und Dienstleistungen stellten das leitende Management vor große Herausforderungen. Einige Unternehmen mussten den Betrieb sogar vorübergehend ganz lahmlegen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die von der Regierung und von den Kreditgebern zur Verfügung gestellte Unterstützung außergewöhnlich war und ist. Anders als die globale Finanzkrise im Jahr 2008, die von einem einzigen Sektor ausging, hat sich Covid-19 als Belastung für die gesamte Wirtschaft erwiesen. Staatshilfen dieser immensen Größenordnung waren dadurch unumgänglich. Die Mehrheit der Unternehmen konnte somit auf die notwendige Liquidität zurückgreifen, um diese schwierige Zeit zu überbrücken.

Die Realität sieht nun jedoch anders aus. Die Notfallmaßnahmen laufen allmählich aus. Unternehmen, die dank großzügiger Kreditprogramme bislang von den schlimmsten Folgen der Krise verschont blieben, müssen sich nun auf neue Herausforderungen einstellen.

Durch seine langjährige Managementerfahrung im direkten Kundenkontakt weiß Michael Thomas nur zu gut, wie schwer es ist, ein Unternehmen trotz widriger äußerer Umstände erfolgreich zu führen und zu lenken: „Seit dem Ausbruch dieser Krise liegt es meinen Kolleginnen und Kollegen in unserer Covid-19-Task-Force sehr am Herzen, Sie und Ihr Unternehmen mit der richtigen Finanzierungshilfe und Beratung bestmöglich zu unterstützen.

Die im Zuge der Finanzkrise 2008/09 eingeführten Bilanzierungsregeln haben erfreulicherweise dazu geführt, dass die Banken insgesamt stärker geworden sind. Dadurch haben Finanzinstitute bessere Möglichkeiten, für Ihre Kunden aktiv zu werden und zielgerichtete Angebote zur Kreditvergabe aufzutun. Das bedeutet, dass wir zum Teil der Lösung geworden sind. Die Gesellschaft stellt entsprechende Erwartungen an uns - und diese Aufgabe nehmen wir als ABN AMRO gerne an.“

Auch in dieser schwierigen Zeit können Sie auf uns zählen

Im Zuge der sich ändernden Lockdown-Regelungen und dem geringeren Angebot an staatlichen Unterstützungsprogrammen, sollten Sie sich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Habe ich das Working Capital richtig berechnet und prognostiziert, das ich - im Falle einer vorangegangenen Schließung - für die Wiederaufnahme meines Unternehmens oder für die anstehende Erholungsphase benötige?
  • Wie bekomme ich die Personalkosten gestemmt, wenn die staatlichen Kurzarbeitsregelungen voraussichtlich Ende 2021 aufgehoben werden?
  • Wie bediene ich zusätzliche Schulden, die ich während des Lockdowns über Unterstützungsangebote von Finanzierungspartnern aufgenommen habe? Wie kann ich im Rahmen des Lockdowns erhaltene Steuererleichterungen und vereinbarte Stundungen im Jahr 2021 zurückzuzahlen?
  • Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht, durch das die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit März dieses Jahres ausgesetzt wurde, wird voraussichtlich zum 31. Dezember 2020 auslaufen. Welche Auswirkungen sind durch die Wiederaufnahme der Insolvenzantragspflicht zu erwarten?

Dies sind bedeutende Hürden, die es in dem derzeit herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu überwinden gilt. Eine Rückkehr zum "business as usual" wird wahrscheinlich mehrere Jahre dauern und könnte, auch wenn es inzwischen so etwas wie ein Klischee geworden ist, eine "neue Normalität" werden. „Wir hoffen und glauben jedoch, dass in vielen Sektoren eine relativ schnelle Erholung eintreten wird, insbesondere dank der Unterstützung eines gut kapitalisierten Bankensektors“, so Michael Thomas. Die Wahl des richtigen Partners ist dabei entscheidend.

Worauf es jetzt ankommt

Die Zahl der Unterstützungsanfragen in dieser Krise war unerwartet hoch; Entscheidungen über eine Kreditvergabe mussten in einer Zeit der Unsicherheit getroffen werden. „Wir mussten neue Wege finden, um zu ermitteln, wie wir unsere Kunden in dieser Zeit bestmöglich unterstützen können. Dazu mussten wir beurteilen,

  • wie das Geschäft vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie lief,
  • welche Auswirkungen Covid-19 auf den Geschäftsbetrieb hatte,
  • wie das Managementteam auf diese Herausforderungen reagiert hat,
  • ob wir eine Wiederbelebung des Sektors erwarten, nachdem staatliche Unterstützungsmaßnahmen zurückgefahren wurden.“

Am erfolgversprechendsten waren dabei all jene Unternehmen, die die größte Anpassungsfähigkeit in Bezug auf Unsicherheiten und veränderte Rahmenbedingungen gezeigt haben. Diese Unternehmen verfügen über ein gutes Liquiditätsmanagement, mit dem sie den notwendigen Handlungsspielraum schaffen. Unternehmen, die dieses Maß an Flexibilität und Beharrlichkeit gezeigt haben, werden sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten und Jahren als widerstandsfähig erweisen.

Krisenzeiten gemeinsam überstehen

„Wir als ABN AMRO haben während des ersten Lockdowns schnell reagiert und sichergestellt, dass unsere Kunden zur richtigen Zeit auf die richtige Hilfe zurückgreifen konnten. Für Leasing und Mietkauf haben wir Zahlungserleichterungen angeboten. Für Factoring & Lagerfinanzierungskunden haben wir die Finanzierungsstrukturen angepasst, um kurzfristig höhere Liquidität zu schaffen. Hier konnten wir durch erhöhte Vorauszahlungsquoten von bis zu 95 % einen sofortigen Liquiditätseffekt erzielen. Daneben haben wir die Lagerfinanzierungsquoten erhöht und flexible Lösungen zum Abbau der Lagerbestände bei gleichzeitigen Verzögerungen in der Lieferkette zur Verfügung gestellt.

Auch wenn schwierige Zeiten vor uns liegen, werden mein Team und ich alles daran setzen, Sie und Ihr Unternehmen auch weiterhin bestmöglich zu unterstützen. Wir sind bereit, mit Ihnen gemeinsam den vor uns liegenden ungewissen Weg der wirtschaftlichen Erholung zu gehen.“